Zu den Best Practices für eine optimale Einrichtung von Kontrollpunkten und Werkzeug gehören:
- Platzieren Sie Kontrollpunkte an den Grenzen Ihres Layoutbereichs und umgeben Sie nach Möglichkeit die gesamte Baustelle damit
- Halten Sie angemessene Winkel zwischen den Kontrollpunkten ein (etwa 45°–120°) und vermeiden Sie es, Kontrollpunkte zu messen, die dicht beieinander gruppiert sind
- Verwenden Sie mindestens 3 Kontrollpunkte, nach Möglichkeit vorzugsweise 4–5
- Priorisieren Sie Kontrollpunkte, die sicher und unverrückbar sind
- Halten Sie die Kontrollpunkte nach Möglichkeit auf derselben horizontalen Ebene
- Wenn Sie den Prismenstab zur Stationierung verwenden, versuchen Sie, das Prisma so niedrig wie möglich über dem Boden zu halten
- Sichern Sie die Totalstation gegen Verrutschen oder Vibrationen
- Fügen Sie Rückblickprismen als zusätzliche Kontrollpunkte rund um Ihre Baustelle hinzu
Verwenden Sie mindestens 3 Kontrollpunkte:
Bei Totalstationen gilt: Je mehr Kontrollpunkte Ihnen zur Verfügung stehen, desto besser. Insbesondere mit HCL kann das Werkzeug die von Ihnen gemessenen Kontrollpunkte verwenden und die optimale angenommene Einrichtung der Totalstation berechnen. Es berechnet, welche Kontrollpunkte am genauesten verwendet werden können, und empfiehlt sogar, welche Kontrollpunkte wahrscheinlich ungenau sind. Je mehr Kontrollpunkte analysiert werden können, desto wahrscheinlicher kann eine genaue Station gefunden werden.
Das Werkzeug kann zwar eine Stationsposition anhand von nur 2 Kontrollpunkten berechnen, aber mit 3 oder mehr Kontrollpunkten kann die Totalstation anhand der gemessenen Daten die beste Stationierungsoption empfehlen. Außerdem verringert die Messung von 3 oder mehr Kontrollpunkten das potenzielle Risiko, dass das Werkzeug nicht stationiert werden kann, wenn einer der Kontrollpunkte verdeckt oder verschoben wurde.
Priorisieren Sie Kontrollpunkte, die sicher und unverrückbar sind:
Wenn Sie sich nicht sicher sind, welche Kontrollpunkte genau oder ungenau sind, ist es ratsam, Kontrollpunkte zu priorisieren, die sicher und unverrückbar zu sein scheinen, z. B. Kontrollpunkte, die montiert oder verankert sind. Wenn diese ungenau gemessen werden, ist es wahrscheinlicher, dass sie in der CAD-Zeichnung falsch eingezeichnet oder in Ihrem Projekt falsch beschriftet wurden. Wenn diese Arten von Kontrollpunkten nicht dabei helfen, das Werkzeug zu stationieren, kann es erforderlich sein, mit dem Generalunternehmer oder Vermesser zu sprechen.
Platzieren Sie Kontrollpunkte an den Grenzen Ihres Layoutbereichs und umgeben Sie damit die Baustelle:
Je konsequenter Sie Kontrollpunkte messen, die über Ihren Layoutbereich hinausgehen, desto konsistenter wird Ihr Layout. Wenn Ihre Kontrollpunktmessungen beispielsweise nur 10 m von der Haupteinheit entfernt sind, ist es unwahrscheinlich, dass ein Punkt, der 30 m von der Haupteinheit entfernt ist, mit hoher Genauigkeit abgesteckt werden kann. Als Best Practice gilt, montierte und sichere Kontrollpunkte einzurichten, die die Baustelle umgeben, sodass Sie nur selten über diese hinaus abstecken müssen.
Indem die Kontrollpunkte die Baustelle umgeben, ermöglichen Sie der Totalstation außerdem, während des Stationierungsvorgangs eine vollständige 360°-Drehung auszuführen. Sie misst jeden Kontrollpunkt nacheinander und dreht sich dabei im Wesentlichen einmal vollständig im Kreis. Durch die vollständige 360°-Drehung ist die Berechnung ihrer Position voraussichtlich genauer.
Halten Sie eine einheitliche horizontale Ebene und einen Drehwinkel von 45°–120° zwischen den Kontrollpunkten ein:
Horizontale und vertikale Winkel sind ein wesentlicher Bestandteil der Berechnung verschiedener Messungen durch die Totalstation, insbesondere ihrer Position auf der Baustelle. Indem Sie alle Kontrollpunkte auf derselben horizontalen Ebene halten, verringern Sie die Wahrscheinlichkeit eines Positionierungsfehlers, da der vertikale Winkel zwischen den Punkten relativ konstant bleibt.
Wenn Sie außerdem die horizontalen Winkel zwischen den Kontrollpunkten zwischen 45° und 120° halten, ist es wahrscheinlicher, dass Sie die genauestmögliche Positionierung erhalten. Durch die Einhaltung dieses Bereichs für die horizontalen Drehwinkel wird verhindert, dass die Totalstation ihre Positionsberechnungen anhand stark unterschiedlicher horizontaler Winkel durchführt. So ist es beispielsweise schwieriger, anhand von Drehwinkeln von 5° und 145° eine genaue Positionierung zu berechnen, als anhand gleichmäßiger Drehungen von 90°.
Halten Sie das Prisma während der Stationierung nach Möglichkeit niedrig über dem Boden:
Wenn Sie zur Stationierung des Werkzeugs einen Prismenstab verwenden, wie in der Abbildung unten, sollten Sie das Prisma am unteren Ende des Stabs und nicht oben anbringen. Ein Prisma am unteren Ende des Stabs verringert den möglichen Fehler, der dadurch entsteht, dass der Stab beim Messen der Kontrollpunkte nicht lotrecht ist.
Unabhängig davon, ob sich das Prisma oben oder unten am Prismenstab befindet, achten Sie darauf, den Prismenstab lotrecht zu halten, insbesondere wenn Sie ihn zur Stationierung verwenden.
Sichern Sie die Totalstation gegen Verrutschen und Vibrationen:
Verwenden Sie kreative Maßnahmen, um die Haupteinheit gegen Vibrationen oder Verrutschen zu sichern. Das Werkzeug führt zwar eigene Kalibrierungen durch, aber wenn Sie sicherstellen, dass es sich an einem sicheren und stabilen Ort auf der Baustelle befindet, haben Sie die besten Chancen, während des gesamten Layouterlebnisses die Genauigkeit beizubehalten.
Fügen Sie Rückblickprismen als zusätzliche Kontrollpunkte hinzu:
Nachdem das Werkzeug stationiert wurde, ist es immer sinnvoll, mit der Anwendung „Messen und Aufzeichnen“ zusätzliche Kontrollpunkte einzumessen, die in Zukunft verwendet werden können. Die Verwendung von Rückblickprismen wie dem POA 103 ist eine hervorragende Möglichkeit, eine konsistente Baustellenkontrolle sicherzustellen. Je mehr Rückblickprismen Sie als Kontrollpunkte speichern, desto eher können Sie die Folgen davon abmildern, dass Kontrollpunkte während des Projekts verdeckt oder entfernt werden.
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