„Station Details” zeigt die Positionierungssicherheit nach der Stationierung an
Der Bildschirm „Station Details” wird während Stationierungsvorgängen angezeigt, bei denen die Totalstation eine Koordinatenposition in Bezug auf die gemessenen Referenz-Punkte berechnen muss, z. B. bei der Referenz-Punkt-Stationierung. Kurz gesagt, die Stationsdetails zeigen die potenziellen Fehler und den Grad der Zuverlässigkeit der Koordinatenpositionierung an, die die Totalstation für sich selbst berechnet hat.
Es kann schwierig sein, die Bedeutung des Bildschirms „Stationsdetails“ zu interpretieren. Daher zeigt HCL zwar die Details zum Stationspositionierungsfehler an, verwendet aber auch andere Methoden, um die Auswirkungen der in diesem Detailbildschirm angezeigten Fehler visuell darzustellen. Tools wie Toleranzeinstellungen und visuelle Darstellungen wie der grüne Messkreis sind beispielsweise sehr hilfreich, um die Genauigkeit der Stationierung zu verstehen, und sind sehr intuitiv.
Wenn Sie Schwierigkeiten haben, die Stationsdetails zu verstehen, versuchen Sie daher, mithilfe der Toleranzeinstellungen und der visuellen Darstellungen des grünen Messkreises festzustellen, ob die Genauigkeit Ihrer Stationierung für Ihre Arbeit geeignet ist. Im Folgenden wird der Bildschirm „Stationsdetails“ jedoch etwas ausführlicher erläutert.
„Stationsdetails“ erläutert Stationsinformationen anhand eines „Best-Fit“-Szenarios
Wenn Sie sich an das Konzept der Stationierung mit Referenz-Punkten erinnern, misst die Totalstation einfach jeden Referenz-Punkt und bestimmt, wie gut die Referenz-Punkte mit der Anordnung der Referenz-Punkte mit dem digitalen Plan übereinstimmen.
Es ist praktisch (und umsichtig), davon auszugehen, dass bei der Stationierung wahrscheinlich einige Fehler auftreten werden, da niemand perfekt ist. Daher ist es wichtig, so viele Informationen wie möglich über diese Fehler zu erhalten, um ihre Auswirkungen beim Messen und Ausrichten zu minimieren.
Wenn das Gerät jeden Referenz-Punkt misst und versucht, ihn mit dem Plan abzugleichen, führt es eine „Best-Fit“-Analyse durch. Mit anderen Worten: Es ermittelt anhand der Winkel und Messungen zwischen den Referenz-Punkten, welche Referenz-Punkte wahrscheinlich genauer sind als andere, wobei sie auch die Entfernungsmessungen vom Gerät zu den Referenz-Punkten berücksichtigt. Im Hintergrund findet eine umfangreiche Triangulation statt.
Anhand all dieser verschiedenen Messungen – Winkel- und Distanzmessungen – ermittelt die Totalstation dann ihre Koordinatenlage in Bezug auf diese Referenz-Punkte. Dies geschieht wiederum nach der „Best-Fit“-Analyse mit den vorgegebenen Referenz-Punkten.
„Station Details“ verstehen – ein Beispiel
Im folgenden Beispiel sehen Sie, dass ich drei Referenz-Punkte auf meiner Baustelle gemessen habe: CAT-4, FOIL-3 und CAT-1
Sie können erkennen, dass es einige Fehler zwischen den gemessenen Punkten gibt:
- FOIL-3 zu CAT-4 hat eine Distanz, die 19 mm kürzer als am Plan ist
- CAT-4 zu CAT-1 hat eine Distanz, die 4 mm länger als am Plan ist
- CAT-1 zu FOIL-3 hat eine Distanz, die 18 mm kürzer als am Plan ist
Die Totalstation beobachtet dies und findet dann einen „beste fit” für diese Referenz-Punkte, damit sie zusammenarbeiten können. Wie dies geschehen ist, wird auf dem Bildschirm „Stationsinformation“ für Ihre Messpunkte angezeigt:
Für die „Best-Fit“-Analyse hat die Totalstation höchstwahrscheinlich erkannt, dass CAT-4 und CAT-1 die besseren oder genaueren Referenzpunkte waren und dass FOIL-3 wahrscheinlich zu Fehlern führte. Daher können Sie sehen, wie die Referenzpunkte von ihrer gemessenen Position an die Stelle „verschoben“ wurden, an der sie am besten zusammenpassen.
FOIL-3 wurde beispielsweise um 4 mm nach Süden und 19 mm nach Osten gegenüber der Planzeichnung verschoben.
Nachdem dieser "best fit" ermittelt wurde, wird im Fenster „Stationsdetails" angezeigt, wie sicher die Totalstation ist, dass sie sich an der von ihr berechneten Koordinate befindet:
Beachten Sie, dass jeder Wert ein (+/-) Symbol hat. Dies bedeutet, dass an der Koordinatenposition, die die Totalstation selbst bestimmt, ein potenzieller Positionsfehler von 3 mm Nord/Süd, 3 mm Ost/West und ein horizontaler Winkelabweichung von +/- 16 Winkelsekunden vorliegt. All dies führt letztendlich zu einem „Positionierungsfehler” von +/- 3 mm.
Was dies für Ihre Anwendungen bedeutet, lässt sich daher am besten anhand des grünen Messkreises gemäß Ihren Toleranzeinstellungen erkennen. Ob dies eine „gute” Stationierung ist, müssen Sie selbst entscheiden, denn ja, es gibt Fehler, aber der Stationierungsprozess stellt sicher, dass Sie über ausreichende Informationen verfügen, um zu erkennen, um welche Fehler es sich handeln könnte und wie sie sich auf Ihre Arbeit auswirken können.
Bedeuten Fehler in den „Stationierungsdetails”, dass ich nicht genau arbeiten kann?
Es ist wichtig zu verstehen, dass bei der Stationierung einer Totalstation lediglich berechnet wird, wo sich die Koordinaten des Geräts befinden. Nachdem Sie das Gerät stationiert haben, wird die Totalstation natürlich die Punkte gemäß ihren Abmessungen genau messen und anlegen, wobei berücksichtigt wird, dass der Anwender darauf achtet, den Prismenstab waagerecht zu halten, die richtigen Wetterbedingungen einzustellen usw. Viele andere Faktoren als nur die Positionierung können die Genauigkeit beeinflussen.
Ein „Positionierungsfehler” bedeutet, dass bei einer erneuten Stationierung an den Referenz-Punkten an einem anderen Tag ein kleiner Fehler im Millimeterbereich bei der Positionierung der Punkte zwischen den verschiedenen Stationierungen auftreten kann.
Aus diesem Grund empfiehlt es sich, sehr stabile Referenz-Punkte für Ihre Baustelle festzulegen und diese während des gesamten Projekts konsistent zu verwenden. So bleiben Ihre Absteckungen und Messungen Tag für Tag konsistent und genau. Weitere Informationen zu bewährten Verfahren für Referenz-Punkte finden Sie in diesem Artikel.
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